betül ulusoy

Das Problem mit Vorurteilen und mein Problem mit Fatih

Wer über Vorurteile spricht, erzählt meistens von Rassismus, Diskriminierung und Vorbehalten, die andere Menschen ihm gegenüber zu Tage bringen; selten darüber, welche Ressentiments er selbst anderen Menschen gegenüber pflegt. Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass (fast) jeder Mensch derartige Gefühle in sich trägt und – ob bewusst oder unbewusst – mal Täter, mal Opfer ist.

Im wahrsten Sinne des Wortes lustig kann es werden, wenn man nicht (nur) Vorurteile gegenüber dem (vermeintlich) Anderen hat, sondern gegenüber dem (vermeintlich) Eigenen hegt. Nehmen wir ein mal den Comedian Fatih Çevikkollu. Ja, genau der, dessen Nachnamen Deutsche nicht aussprechen können und deshalb auch mal schnell: „Herr Fatih“ sagen. An alle Deutschen, die sich gerade die Zunge dabei zerbrechen, den Namen doch möglichst korrekt auszusprechen: Seid beruhigt – Selbst Türken müssen bei diesem Namen oft ein zweites Mal hinschauen.

Jedenfalls sitze ich einmal in seiner Show und ertappe mich dabei, bloß nicht von Anfang an allzu laut mitzulachen. Ich weiß nämlich noch nicht so viel über ihn und es könnte ja sein, dass er gleich auch Witze über den Islam oder die Türkei reißt, die mir im Halse stecken bleiben. Wenn ich aber jetzt zu laut lache, fällt zu sehr auf, dass ich dann nicht mehr mit lache. Also jetzt lieber in Maßen genießen. Welch‘ Logik!

Wie das gehen kann, obwohl wir doch beide Muslime und beide Türken sind? Genau so, wie es gehen kann, dass du einen Menschen nicht ausstehen kannst, obwohl er auch christlich und auch deutsch ist – aber eben die falsche Partei wählt, für die falsche Fußballmannschaft mitfiebert oder die falsche Musik hört. Manchmal bleibt es mir wirklich ein Rätsel, wie Außenstehende annehmen können, es gäbe eine geschlossene türkisch-muslimische Riege. Denn wir sind so unterschiedlich und vielfältig, dass wir uns gegenseitig gerne und oft so was von die Köpfe einschlagen (wollen).

Darum ist das erste Zusammentreffen von zwei Türken häufig auch erst einmal von Vorsicht und Argwohn geprägt – Solange, bis man ihn an Hand von sehr oberflächlichen und meist irreführenden Fragen kategorisiert hat. Vorurteile auf höchstem Niveau. Am schnellsten und einfachsten geht das mit der Frage, aus welcher türkischen Region einer kommt. „Ah, du kommst aus Izmir? Ihr habt’s echt schön dort!“ Und in Gedanken: Oh, Izmir! Laizistisch und CHP-Wähler, mit der rede ich lieber nur über Musik und das Wetter, dann bleibt es nett beim Kaffee. Oder: „Ah, du kommst aus Diyarbakir? So viel Geschichte!“ Und in Gedanken: Ist er Kurde? Vorsicht, vielleicht ein PKK-Sympathisant! Genau auf Grund dieses Rückschlusses sagen viele Kurden übrigens nicht, dass sie Kurden sind: Sie wollen nicht von vornherein abgestempelt und verurteilt werden.

Diese Gedankengänge könnten einfacher und in den meisten Fällen auch trügerischer nicht sein – und doch gibt es sie. Genau so, wie es Türken gibt, die sich in Deutschland fürchterlich über die Flüchtlingspolitik aufregen, aber selbst keine weiteren syrischen Flüchtlinge mehr in der Türkei aufnehmen wollen. Das Gruselige ist, dass ihre Argumentation der deutschen entspricht: Unsere Immobilienpreise sinken, Flüchtlinge sind dreckig und kriminell, sie wollen lediglich unser Sozialsystem ausnutzen. So traurig es ist: Rassismus, den wir an anderen kritisieren, wenn er uns selbst betrifft, herrscht nicht selten in anderen Zusammenhängen auch in unseren eigenen Köpfen. Selten merken wir das. Man sollte meinen, diejenigen, die selbst Diskriminierungserfahrungen erleiden mussten, seien gefeit davor, die selben Erfahrungen andere erleiden zu lassen. Doch das ist leider genau so ein Trugschluss wie die Hoffnung, Menschen würden aus Geschichte lernen und darum erneutes Leid vermeiden.

Das Problem, das ich mit Fatih Çevikkollu also hatte war: Ich wusste nicht, woher aus der Türkei er stammte. Am Ende stellte sich bei ihm nur heraus: Es wäre total egal gewesen. Denn egal wo aus der Türkei oder aus Deutschland man her kommt, Fatih ist ein Mensch, der in alle Richtungen kräftig austeilt. Darum war es bei jedem so, dass er sich im einen Moment noch herzlich amüsierte und sich in Sicherheit wog und Fatih schon im nächsten Moment kräftig ausholte und das Lachen somit jedem an diesem Abend mindestens ein mal im Hals stecken blieb. Gerade deshalb konnte ihm das niemand verübeln: Er war einfach schonungslos und offen – in alle Richtungen.

Noch heute weiß ich nicht, wo Fatih Çevikkollu herkommt. Nein, ich meine nicht, dass er ein kölsche Jung ist, ich meine, wo er w i r k l i c h herkommt. Es ist interessiert mich nur auch gar nicht mehr. Denn mittlerweile durfte ich ihn wirklich kennen lernen. Übrigens ist er unter den großen türkischen Comedian im deutschsprachigen Raum einer der sehr wenigen, der tatsächlich auch perfektes Türkisch sprechen kann. Sehr sympathisch, wenn ein als Türke gehandelter Comedian auch wirklich Türkisch sprechen kann und nicht seinen türkischen Satz in seiner Show zuvor tagelang auswendig gelernt hat, um ihn am Vorstellungsabend mit krassem deutschen Akzent vorzutragen! Nein, Fatih abi ist erfrischend authentisch und vor allem herzlich und nah. Sein Beispiel zeigt mir einmal mehr, wie oberflächlich wir an Menschen herantreten und wie unwichtig im Grunde die Kategorien sind, an Hand derer wir ein- und zuordnen, sobald wir dem Menschen hinter unserem vorschnellen Urteil eine Chance geben und unsere Gedanken als das entpuppen, was sie sind: Vorurteile.

Eigentlich sollte es eine Regel geben: Jeder muss für eine Möglichkeit sorgen, die Person, gegenüber die er Ressentiments hat, kennenzulernen. Und da man Obama sicher schwer zum Tee einladen kann, kann man ja damit anfangen, die griesgrämige Oma im Bus in ein Gespräch zu verwickeln, die „sicher was gegen mein Kopftuch hat“. Also, lasst und v.a. kritisch uns selbst gegenüber bleiben. Einen schönen, gesegneten Freitag, mit hoffentlich vielen netten Begegnungen!

Übrigens: Neugierig auf den großartigen Fatih Cevikkollu oder gar Vorurteile? Dann ist es Pflicht, seine Show zu besuchen. Ich kann es sehr empfehlen, werde selbst dort sein, trinke gern im Anschluss einen Kaffee und lästere über die Show. Und zwar – Achtung: Letzmalig! – mit „Fatihtag“ am Freitag, den 08.05.15 um 20:00 Uhr in den Wühlmäusen in Berlin! Ernsthaft: Gönnt es euch! Tickets: http://bit.ly/1zjMo7B

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18 Kommentare zu “Das Problem mit Vorurteilen und mein Problem mit Fatih

  1. SalvaVenia
    1. Mai 2015

    Sehr schöner Beitrag, der sowohl zum Nachdenken wir auch Schmunzeln einläd. 🙂

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  2. Feminismus ist vom Shaytan
    3. Mai 2015

    Vorurteile sind was völlig normales und gut und richtig.
    Wenn an ihnen nichts dran wäre, gäbe es sie nicht.
    Nur weil wir Muslime mit Vorurteilen behaftet sind, heißt es noch lange nicht, dass Vorteile gegenüber anderen Gruppen nicht stimmen.
    Ablehnung von Vorurteilen ist unislamisches linkes Gutmenschentum.

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    • the_real_siteadmin
      3. Mai 2015

      Zustimmung! Sog. Vorurteile sind in wenige Hauptsätze geronnene Lebenserfahrung; keine Vor-, sondern echte Beurteilungen. Auch und gerade der Moslem darf und sollte sich sogar fragen, an welchen Vorurteilen gegenüber dem Islam ggf. etwas dran ist, was der reale Kern sein könnte. Selbstreflexion und Selbstkritik sind der Schlüssel – und nicht immer zuerst die Schuld beim Westen und den perfiden Zionisten suchen.

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  3. Feminismus ist vom Shaytan
    3. Mai 2015

    Kommt drauf an, was mit „Vorurteilen“ gemeint ist. Wenn gemeint ist, der Islam sei rückständig, unreformierbar sowie reaktionär – so bekenne ich mich stolz dazu, selbstverständlich ist der Islam nicht mit der Moderne vereinbar – per Definition nicht. Keinesfalls hingegen sollte der Terrorismus dem Islam zugeschoben werden.
    Und – tut mir Leid, Ihnen diesen Gefallen nicht tun zu können – eine der Hauptursachen für das Phänomen des internationalen Terrorismus ist die seit jeher vorbehaltlose westliche Unterstützung des Zionismus sowie seiner staatsterroristischen Aktivitäten – was uns Muslime natürlich nicht davon abhalten sollte, den Terrorismus unmissverständlich zu verurteilen.
    Wichtig in diesem Zusammenhang ist jedoch auch notwendige westliche Selbstkritik bzw. die Erkenntnis zwischen Ursache und Wirkung, ansonsten wird man der Lösung des Problems keinen Millimeter näher kommen.

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    • the_real_siteadmin
      5. Mai 2015

      Determinismus, Ursache und Wirkung – da bin ich ganz bei Ihnen. Terrorismus und Gewalt (für die es dann immer noch eine persönliche Disposition braucht) ist nur die Spitze des Eisbergs, die Basis und die Voraussetzungen, gewissermassen der Eisberg ist das dem Islam eigene Herrenmenschentum, die Abwertung aller anderen in Unreine. Das Selbstbild als Herrenmensch und die gleichzeitige, nicht zu verdängende Erfahrung, dass der Islam nichts, aber auch gar nichts leistet und geleistet hat, erzeugt Frustration. Da der Islam aber perfekt ist, kann der Grund dafür nur von aussen kommen: Der Westen, die Zionisten, die anderen sind’s, wie immer. Kinder denken so. By the way: Die wenigsten Moslems haben einen biographischen Bezug zu Israel. Erklären Sie mir bitte, warum auch ein braver Pakistani den Juden hassen muss.

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  4. Feminismus ist vom Shaytan
    5. Mai 2015

    Die Behauptung, der Islam habe nie etwas geleistet, würde durch einen Blick in ein entsprechendes Geschichtsbuch widerlegt .
    Was Frustrationen verursacht – und ich denke Sie wissen das ganz genau – ist der spätestens seit dem 1. Golfkrieg – also weit vor dem Terroranschlag am 11. September – begonnene Genozid an Muslimen, der heute etwa durch Drohnen perfektionierter ist und dem bis heute Millionen von Muslimen und allein bis 2001 schon 2 Millionen (von insgesamt 25 Millionen Menschen im Irak durch den Krieg und die anschließenden Sanktionen, die den Import von Nahrungsmitteln und Medikamenten, ja sogar etwa noch Infusionstüten untersagten) zum Opfer fielen.
    Jene Sanktionen, die Anwesenheit amerikanischer Truppen auf saudischen Boden – wo sich die Mekka und Medina befinden – sowie die seit jeher stattfindende Unterstützung des Zionismus und seiner Verbrechen wurden von den Terroristen als Vorwände genommen, seinerzeit den Anschlag zu begehen.
    All diese Vorwände rechtfertigen in keinster Weise Terroranschläge, stellen aber mehr als gerechtfertigte Kritikpunkte dar, mit denen man sich durchaus auseinander setzen sollte.

    Das polemische Gerede vom Herrenmenschentum ist blanker Unsinn.
    Der Prophet – Frieden und Segen auf ihm – sagte sinngemäß , wer einen schutzbefohlenen Nicht-Muslim, jemand, der in einem islamischen Land oder in einem nicht-islamischen Land lebt, mit dem Verträge und Beziehungen bestehen, tötet, kommt in die Hölle.
    Ihre absurden Rationalisierungen des Terrorismus sind typische Ablenkungsmanöver, die von der eigentlichen Ursache, nämlich vor allem der westlichen Unterstützung für „Israel“, ablenken soll.

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    • the_real_siteadmin
      5. Mai 2015

      Müßig, im Detail auf alles einzugehen, es wurde alles schon mehrfach gesagt (nur eben noch nicht von jedem…).
      Der Versuch, irgendetwas mit frommen Koranzitaten u.ä. zu belegen, geht meistens in die Hose – zu viele Winkelzüge und Bedingungen sind da eingebaut – geschenkt. Was ist denn ein „Schutzbefohlener“? Einer, dessen Existenz von der Gnade der Schutzgebenden abhängt? Nennen Sie das Gleichberechtigung ?
      Mich interessieren keine spitzfindigen Ausflüchte, sondern die Wirklichkeit – und die sah und sieht im islamischen „Kultur“raum sehr düster aus.

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    • the_real_siteadmin
      5. Mai 2015

      Und was wäre, wenn der Westen Israel nicht mehr unterstützt? Dann würde Israel binnen kurzer Frist buchstäblich massakriert. Und dann? Dann bricht der Weltfriede aus? Das glauben Sie ja selber nicht. Friede ist in der kollektiven islamischen Zwangsneurose dann eingekehrt, wenn sich alle unterworfen haben – aber da können Sie lange warten. Der grösste Feind des Islam ist nicht der Westen, sondern seine eigene Dumm- und Beschränktheit.

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  5. Feminismus ist vom Shaytan
    5. Mai 2015

    Zu Ihrer letzten Frage: Weil wir Muslime uns liebende Geschwister sind, die sich miteinander solidarisieren – ich vermute also aus einem ähnlichen Grund, warum sich Juden von überall verpflichtet fühlen sich reflexiv mit „Israel“ zu oder Christen mit angeblich verfolgten Christen zu solidarisieren. Und natürlich sind damit einhergehend Menschen, welche sich in der Tat für Gottes auserwählte Herrenrasse halten und absichtsvoll muslimische Männer, Frauen und Kinder töten, zu hassen und zu verachten sowie Nazis und andere Böse.

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    • the_real_siteadmin
      5. Mai 2015

      „Liebende Geschwister“ – da kann ich nur höhnisch lachen. Akzeptiert (sie nennen es Liebe) wird nur der Rechtgläubige, alle anderen kriegen den blanken Hass ab.

      In Nahost (und anderswo) wäre längst Friede eingekehrt, wenn Moslems statt der Pflege einer Hasskultur mal ausnahmsweise arbeiten und sich kooperativ einbringen würden.

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  6. Feminismus ist vom Shaytan
    5. Mai 2015

    Frieden gäbe es zumindest in Palästina, würden Judäo-Nazis nicht tagtäglich muslimische Männer, Frauen und Kinder abschlachten, foltern, enteignen, vertreiben oder einkerkern und selbstverständlich bräche in dem von Ihnen beschrieben äußerst wünschenswerten Szenario natürlich nicht sofort der Weltfrieden aus, aber die Welt würde, sollte den Judäo-Nazis inschaallah der Arsch auf gerissen werden, zumindest ein Stück weit friedlicher, der Gerechtigkeit würde Genüge getan, indem die Bösen der Gerechtigkeit zugeführt würden, die Verbrechen der Zionisten wären gerächt und das Konkubinat könnte wieder eingeführt werden dank der Töchter und Schwestern der Zionisten, die nun zur Verfügung stünden.

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    • the_real_siteadmin
      5. Mai 2015

      Ok, eine Zeitlang hatte ich doch gedacht, dass Sie kein Troll sind und es hier ernst meinen – mit dem Konkubinat aber haben Sie’s zu doll getrieben. Zugegeben, für einen Surensohn sind Sie auch eine Idee zu sprachlich gewandt..

      Netter Versuch.

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  7. Feminismus ist vom Shaytan
    6. Mai 2015

    War da der Wunsch Vater des Gedanken? Aus welchen Gründen auch immer Sie annehmen, ich sei kein Muslim bzw. ein Troll(sollte es an der Erwähnung des Konkubinats liegen, dann sei Ihnen gesagt, dass es so etwas tatsächlich im Islam gibt), ich garantiere Ihnen auf den Koran schwörend, dass ich Muslim bin. Ob Sie mir und meinen Ausführungen glauben schenken, liegt in ihrer Entscheidung und ich wiederhole: der Islam ist frei von jeglichem Terrorismus – auch wenn Sie Anderes behaupten mögen und inschaallah wird Palästina – also das gesamte Gebiet, auf dem sich heute vor allem unter Anderem das sogenannte „Israel“ befindet, zurück erobert – mit allem, was hierfür notwendig ist – nämlich Hiroshima-, Nagasaki-, und Dresden-Taktiken sowie dem anschließenden erwähnten Konkubinat.

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    • the_real_siteadmin
      6. Mai 2015

      Wenn Sie beim Bart des Propheten (oder bei dem Ihrer Mutter) schwören, überlege ich es mir, vielleicht, noch einmal…

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  8. Feminismus ist vom Shaytan
    6. Mai 2015

    Gehört das pampig werden in Form offen rassistischer und muslimfeindlicher als auch persönlicher Schmähungen unterhalb der Gürtellinie aufgrund fehlender Argumente zum Troll sein? Wie dem auch sei, mögen die Mitleser darüber und über die Überzeugungskraft der gegeneinander gestellten Argumente entscheiden.
    Damit beende ich diese Diskussion einseitig.

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  9. Edward
    8. Mai 2015

    Frau Ulusoy, ich habe eine Frage. Würden Sie sagen, dass es „gute“ und „schlechte“ Vorurteile gibt?

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    • the_real_siteadmin
      9. Mai 2015

      Ich kann für sie antworten: Wenn sie einem in den Kram passen, dann sind sog. Vorurteile nüchterne Zustandsbeschreibungen, wenn nicht, dann ist an ihnen nichts dran. Diese schlichte Haltung zieht sich allerdings durch alle politischen Lager – möge sich jeder selber prüfen.,

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  10. Meltem
    11. Mai 2015

    „Übrigens ist er unter den großen türkischen Comedian im deutschsprachigen Raum einer der sehr wenigen, der tatsächlich auch perfektes Türkisch sprechen kann. Sehr sympathisch, wenn ein als Türke gehandelter Comedian auch wirklich Türkisch sprechen kann und nicht seinen türkischen Satz in seiner Show zuvor tagelang auswendig gelernt hat, um ihn am Vorstellungsabend mit krassem deutschen Akzent vorzutragen!“
    Ich finde den schnippischen Unterton/Seitenhieb in dieser Passage ziemlich kontraproduktiv. Wer mit türkischem Namen wird denn bitteschön in Deutschland nicht als Türke gehandelt??? Sich dann auch noch darüber lustig zu machen, dass diejenigen, die nicht zu Hause supertolles Hochtürkisch von ihren Eltern beigebracht bekommen haben, etwas von der ihnen zugeschriebenen und wohl auch selbst so wahrgenommenen eigenen kulturellen Identität in Form einer von ihnen nicht perfekt beherrschten Sprache mit in ihr Bühnenprogramm nehmen… also ganz ehrlich, da spielste wirklich der „ach, die können ja weder richtig Deutsch noch Türkisch“-Fraktion aber sowas von zu… Schon mal darüber nachgedacht, dass es auch innerhalb der türkischen Diaspora in Deutschland ein Privileg sein kann, perfekt Türkisch sprechen zu können?!
    Abgesehen von dieser Kritik aber ein fettes Lob für deinen Blog. Wirklich bereichernde, spannende und lehrreiche Beiträge!! Vielen Dank dafür!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 1. Mai 2015 von in Allgemein.
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